Montag, 20. Januar 2020

Es tarnt des Jakobiners Wut sich mit der Tugend Edelmut

Es tarnt des Jakobiners Wut
Sich mit der Tugend  "Edelmut",
Wo selbstlos er das Böse hasst,
Rechtfertigt dies Gewaltherrschaft
Grad so wie man es sieht und kennt
Just  aus dem Alten Testament...


"Hasset das Böse"
ist ein  alttestamentarischer Rechtssatz, die im Vorfeld der Erlösung (Neues Testament/Heilung) seine Berechtigung hat. Ein Kind, welches aufgrund seiner Abhängigkeit gezwungen ist, seine Eltern zu lieben und nicht  merken darf, dass die Mißhandlungen  durch seine  Eltern nicht ihrer vorgeblichen Liebe, sondern ihrem (Selbst-) Hass  entspringen, muss sich notwendig mit dem Aggressor identifizieren -  es liebt in dieser Abhängigkeit also gewissermassen das Böse.  Ein solches Kind erbt damit den Selbsthass seiner Eltern und  wird zum Täter entweder autoaggressiv gegenüber sich selbst oder anderen.  Heilung kann nur geschehen,  wenn die Selbstverleugnung aufgehoben wird und es sich  bewusst mit dem Opfer identifiziert, mit dem kleinen Kind, das es einmal war.

Böse ist, was sich gegen das Leben richtet. Es fragt sich jetzt nur noch,  welches Leben  hierbei eigentlich gemeint ist, das Leben in der diesseitigen körperhaften Existenz des Da-Seins oder das Ewige Leben im Gewahrsein der Soheit jenseits der Identifizierung mit der Existenz/Materie, in dem Gut & Böse überwunden ist.  Da jedoch jenseits der Identifizierung mit der Existenz Gut und Böse transzendiert ist, kann sich das  Böse  demnach nur gegen das sinnliche Leben der Existenz richten. Das Böse kann nur gegen das Gute kämpfen, es ist nicht fähig, sich gegen das jenseitige WAHRE Leben zu stellen.
Und dennoch scheint der Angriff auf das Da-Sein  gleichzeitig ein Angriff auf den immanenten Gott zu sein, der den Dingen und Lebewesen innewohnt. Es scheint nur so, denn in Wahrheit kann die geistige Blaupause, der Entwurf all der Dinge, die sich in der Welt verkörpern nicht angegriffen werden.

"Hasset das Böse" gründet ähnlich wie der weltliche Rechtssatz "Aug um Auge, Zahn um Zahn" auf dem alttestamentarischen Gesetz, welches durch die Liebe, die Jesus Christus im Neuen Testament verkörpert,  überwunden wird: Wenn dich einer auf die eine Wange schlägt, halte ihm auch  noch die andere hin.


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Das Böse,
wie auch das Gute, welches ent-äussert wird, ist projezierter Selbsthass. Dazu  gehört auch der kulturelle Selbsthass, von dem nicht nur Europa, sondern die gesamte  westliche Welt angekränkelt ist. Er ist die Quelle der herrschenden Verwirrung und der "guten" masochistisch-sadistischen Haltung & Gesinnung, die nichts anderes als pathologische Selbstverleugnung und am Ende die  Selbstzerstörung - den das Final des Selbstmords in seiner "Gesinnung" pflegt.  Wer sich dieser selbstmörderischen Gesinnung nicht anschliesst, ist der zu bekämpfende Feind.


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Das spirituelle Über-Ich

ist zwangsläufig ein moralitäres. Es ist z.B. dann zu  Gange, wenn das Ego  versucht, nicht zu werten, was ja voll wider seine Natur ist.. Beispiel:: Im Netz begegnet mir eine spirituelle Lehrerin, (die ich im übrigen schätze), dass sie im Moment erschöpft sei,  weil sie  zuviel auf  um die Ohren habe und korrigiert sich sogleich: "... besser gesagt, ich habe SO VIEL um die Ohren, denn "zuviel" ist ja schon wieder eine Wertung" .
(Hm... das erste Bild, was mir bei dieser doch etwas erbsenzählerischen Korrektur vor Augen kam war eine kranke Mutter im Hause, deren Pflege sie möglicher voll in Anspruch nahm, was ihr aber nicht "zuviel" werden darf und laut ausgesprochen schon mal gar nicht - was, wenn die Mutter das hörte...?
Ich habe keine Ahnung, ich weiss nämlich nicht, ob da eine kranke Mutter im Haus ist oder eine wildgewordne Katze oder Party oder was auch immer... Das Bild war da. Und es spielt keine Rolle, ob es den Tatsachen entspricht. Ich bin soweit ich weiss, keine Hellseherin - oder vielleicht doch? Vielleicht ist das Hellsehen  mir zur Gewohnheit geworden, es ist mir nur noch nicht bewusst. LOL Besondere Fähigkeiten haben sich mir früher zuweilen während der Tiefenprozesse gezeigt.... egal, ich brauche sie nicht.... )

Diese Art spiritueller Korrektheit hört man oft auf dem Spirituellen Marktplatz speziell aus Frauenmund,  auch bei X. hört es sich auf den ersten Ton auch gut und einsichtig an, kommt hier aber aus dem Zensor, einem moralitären Über-Ich, dem man noch nicht sein gräßlich'  Maul gestopft und  beigebracht hat, dass für das transegoische Bewusstsein im  Grunde alle Attribute, die man den Dingen beilegt, Wertungen sind, Im vorliegendn Fall ist egal, ob man wenig, viel, soviel oder zuviel um die Ohren hat. Klingt "zuviel" vielleicht jammernd? Negativ? Darf das nicht sein?  Vielleicht könnte es ja auch nach Schwäche klingen., die man als anerkanntes Superweib sich und anderen nicht eingestehen kann?  Wer so erschöpft ist, dem wurde etwas zuviel, na und, was ist falsch daran? Sooooviel ist zuuuuviel. Wenn es nur soooviel ist, bin ich nicht erschöpft. Basta. LOL
Auf jeden Fall ist ihre Korrektur auch eine Wertung.  Die Wertung lag für sie im "zuviel", nicht weil es einfach nur wertungsfrei zuviel war, sondern weil dieses "Zuvielwerden" von ihr negativ konnotiert wurde. Sooviel=gut, zuuviel=böse? Ahem...Positives Denken???  Ist es das, was dem zugrunde liegt? Ist der Zensor ist ein Positiver Denker?  Hah! Hab ich dich endlich, du Schuft?!

Nun, Wertung ist an sich nichts falsch, es sei denn, da ist ein Über-Ich.... ein Konflikt zwischen Sollte-Sein und Bin.
Sicher bleibt es nicht aus, dass man  Ehrlichkeit und Wahrhaftigkeit auch durch einen korrekten und adäquaten Sprachgebrauch in allen Ebenen ausdrückt, eine zwanghafte PunktGenauigkeit ist dem transegoischen BW allerdings fremd, speziell was die relative Ebene mit ihren relativen Wahrheiten betrifft. Da nimmt mans nicht mehr so genau... Stimmt, Edgar!


Sicher ändert sich für das transpersonale Ich auch die Sprache, aber diese Änderung ist nicht wahrnehmbar, weil es die Losigkeiten "ausdrückt".  Wer dem Tao folgt, kann vieles  nicht mehr sagen, z.B. zukunftsbezogene Pläne und Absichten formulieren, weil man für sich selbst unberechenbar geworden ist und weil man keine hat.   Man kann auch keine Wünsche, Bedürfnisse mehr ausdrücken -   weil man keine hat. Das Tao läßt sich mit Worten überhaupt nicht ausdrücken - weil man keine hat. 
Wem das Leben zum ruhigen gleichbleibenden Fluss geworden ist, der hat als Basis den Absoluten Gleichmut. Für den spielt sich das Leben nicht mehr ausserhalb von ihm selbst ab, sondern Leben  ist für ihn SEIN  Bewusstsein.  Das gleichmütige Bewusstsein ist im  Fluss, nicht das Leben, was an mir vorbeirauscht....
  Allein der  "Beobachter" wertet nicht.  Gewahrsein. Bevor der  nichtwertende Beobachter /Gewahrsein realisiert wird, muss ich aber das "zuviel", welches mich doch offensichtlich belastet, als ein solches  beurteilen/werten und den als unangenehm empfundenen Zustand des Ausgepowertseins  nicht negieren, sondern mit Achtsamkeit als solches würdigen. Auch hier: Zum Vater kommt man nur über den Sohn. (Zum GEIST kommt man nur über die Person, die ich hier und jetzt bin.)
"Ich will das nicht werten" - solch ein Satz ist verräterisch,  er zeigt, wer hier das Zepter in die Hand nimmt und machen will, was nicht eigenwillig zu MACHEN ist.   Die  transegoische Tugend des Nicht-Wertens ist  ein Geschehen.  Solange man egoidentifiziert ist, kann man nicht NICHT werten.  Wer versucht, die spirit. Tugenden zu "machen" und die sog. Losigkeiten zu üben, der  konstruiert sich sein spirituelles Über-Ich, einen spirituellen Kontrolleur und Inquisitor, der ....


Ich selbst bekomme immer mehr Probleme, sobald ich versuche, geistige Erkenntnis zu objektivieren, zu konzeptualisieren. Mit dem  verstandesmäßigen Konzeptualisieren einer geistigen Erkenntnis wird eine Philosophie draus, ein Narrativ, eine Erzählung. (By the way: Das ist meine eigene Definition, die  mit den bekannten Begriffen universitärer Erkenntnislehre oder Philosophie übereinstimmen kann, aber nicht muss. Ich denk da nicht nach, ob richtig oder falsch und ich goockele auch nicht nach. Meine Definitionen sind so wild wie meine Assoziationen, ich bin dabei, - nachdem von der Alten Welt kein Stein auf dem anderen blieb - die Welt auf eine "verdrehte" besser "umgekehrte" Weise neu zu erfinden, da purzelt einiges durcheinander....



Klarheit

Immer wieder sehe ich bei spirituellen Lehrern, wie sie die  Ebenen vertauschen und das  Psychologische mit dem Spirituellen verwechseln resp. die Klarheit des Verstandes und der Gefühle mit der Klarheit geistiger Erkenntnis verwechselt wird. Beispielsweise die  Kongruenz der Gefühle mit dem Fluss des Tao/Willen Gottes. Oder auch die egoische Aufmerksamkeit mit dem. transegoischen Gewahrsein. Diese Verwechslungen sorgen immer wieder für große Verwirrung.

Dass man sich als spiritueller Sucher  fragt, was man falsch gemacht hat, wenn der "Fluss" plötzlich kein ruhiger mehr ist,  liegt daran, dass man eine falsche Vorstellung vom "Fliessen" bzw. dem Fluss des Tao hat und dass man die Geister nicht unterscheiden kann zwischen dem Fluss der egoischen Gefühle, Gedanken, Empfindungen, und dem Fliessen des Tao jenseits der Identifizierung mit den Gefühlen,Gedanken, etc.... (Kongruenz)
Und nein, der "Strom des Lebens" fliesst nicht weiter, wenn kein Gewahrsein da ist, welches das wahrnimmt. ( sorry kleiner Scherz), Nein, die Wahrheit ist:  Gewahrsein kann so was wie "Strom des Lebens" in dem, was hiermit gemeint ist, gar nicht  WAHRnehmen. Gewahrsein erkennt  "Strom des Lebens" als eine Imagination, ein Konglomerat von div. Vorstellungesibildern, kurz: Konstrukt.


Stromschnellen im Fluss des Taos entstehen gerade durch die  Identifizierungen mit Gedanken, Gefühlen, Empfindungen (Ego), dem Widerstand gegen den Fluss. Abwehrmechanismen.
Im übrigen hängt die Klarheit des egoischen Vestandes von der Klarheit der Gefühle ab.
Subjektbezogen spürt man übrigens weder die egoische Kongruenz noch das Fliessen mit dem Tao. Zu spüren kriegt man nur die egoischen Widerstände - so noch solche da sind.. Wenn nicht: Nix von Leben, nix von Strom. LOL.
Anlässlich:
https://www.youtube.com/watch?v=8sGKWbEzkCk&feature=share&fbclid=IwAR1QspQesud-7bgb0PwRNzeG8b9gmZbIwxGjwZdBFYl1mphuKjjKrjyFrbA

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Aleister Crowley
war in meinen Augen kein Satanist, sondern eher ein Vitalist. Satanismus gibt es nur in Bezug zum Christentum bzw. zur Religion.  Was oft Satanismus genannt wurde, war eigentlich nichts anderes als die verpönte Liebe zum sinnlichen dionysischen  Da-Sein, (Natur, Materie, Göttin, Magie, Erweckung des Körpers/Zentauren/ Eros.
Dieser "Satanismus" war bestrebt, all das, was das Christentum verteufelt hat und als Verteufeltes in Orkus der Verdrängung schickte, zu befreien resp. bewusst zu machen. Das Christentum hat den Eros ausgeschlossen und allein den Logos missioniert. Was man heute erlebt ist die Umkehrung durch Gegenaufklärung: der Logos wird ausgeschlossen und ein Eros wird befreit, der sich ziemlich wahnsinnig gebärdet und nur geheilt werden kann, wenn er den Logos integriert, statt ausschliesst. Bis dahin muss er weiter kränkeln.... Durch die Re-Integration des Logos erst können beide gleichermassen transzendiert werden - und genau da liegt der Hase im Pfeffer: Eros will weder transformiert noch  transzendiert werden, aus  Angst vor dem Nichtsein klammert er sich an das Brüllende Leben in der Dualität, um sich für alle Zeiten seiner Existenz zu versichern. 

Es heisst, Crowley suchte die Innere Kirche, die Magie ist ein (Um-)Weg. Magie ist sehr verführerisch und die Gefahr daher viel zu gross, dass man sich nicht oder nur sehr schwer aus der Identifizierung mit ihr  lösen kann.  Deswegen wurde der ganze Erfahrungsbereich der Großen Mutter, der Göttin von den patriarchalischen Religionen aus dem Bewusstsein der Menschen getilgt  und im Christentum das Postulat gesetzt, dass man nur über den Sohn zum Vater komme. Die Verbindung des Sohnes zur Mutter wurde negiert und ausgeschlossen. Diese Abspaltung gilt es auf dem spirit. Weg zu heilen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Aleister_Crowley


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Nichteingreifen
wird von Anfängern auf dem Weg auch immer nur rein äusserlich/objektbezogen  gedacht und so verstanden, dass man nicht in die äusseren Geschehnisse eingreift.  In der  Umkehr in die Innerlichkeit bzw. (absolute) SUBJEKTbezogenheit geht es aber darum, dass man sich der inneren Geschehnisse bewusst wird, derart dass man in diesem Kontext z.B. nicht versucht, seinen Zustand zu verändern. "Annehmen, was ist", bedeutet immer, sich selbst anzunehmen, in dem, was ich hier und jetzt bin und nicht in dem, was ich sein sollte oder sein will. (Wobei man hier schon wieder ins Schlamassel kommt: dass nämlich Letzteres gerne vergessen wird, ebenfalls anzunehmen. Man sollte sich nur nicht mit dem Ideal bzw. der "Karotte" - also  dem Sollte-sein identifizieren, das gehört in die Rubrik der Vor-Sätze/Vor-Stellungen, mit denen der Weg zur Hölle gepflastert ist.)

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Zweierlei Glaubenssätze
Differenzierung/Klarstellung:  Aus personaler (relativer) Alltagskonsensusperspektive versteht man unter Glaubenssätzen subjektive unbeweisbare Überzeugungen/Thesen im Gegensatz zu  objektiven beweisbaren Fakten/Wissen. Meinungen werden in diesem Kontext definiert als entweder fundiert, weil auf  objektiven Fakten basierend oder als persönliche Meinung, die weniger auf Tatsachen als auf subjektiven Empfindungen gründet.

Aus transpersonaler (absoluter)  Erkenntnisperspektive/WAHRHEIT - jenseits der Subjekt-Objekt-Trennung - gründet jegliches angesammelte Wissen, welches die sog. Realität  begründet auf  Glauben im Sinne von Für-wahr-halten.  In diesem Kontext ist ALLES Wissen schnöde Meinung und das Ich sowie die ganze Menschheit sind nur "Windhauch", nichtexistent.Was immer du über Ich& Welt gelernt hast: nichtexistent.
Im Einheitsbewusstsein sind Objekt und Subjekt transzendiert. Aus dieser Sicht ist Ich & Welt relativ und es gibt für das Absolute SUBJEKT, das ICH BIN weder objektive noch subjektive Wahrheiten.
Yepp - Und dennoch.... ☺


Die Welt ist für das transpersonale Bewusstsein eine Art Arbeitshypothese mit unendlichem Spielcharakter im Wissen darum, dass man SELBST zugleich der Regisseur, Darsteller und Macher/Projektor des Films ist,  gleichermassen ausserhalb und innerhalbstehend.  Die sog. Tatsachenwelt dient ihm zur REINEN selbstbezüglichen  (Allein-)Unterhaltung, er gibt ihr zwar immer noch, was "des Kaisers ist",  glaubt aber nicht mehr an ihre Realität und die Glaubenssätze, die diese begründen.  Sein Handeln in dieser Welt ist ein bewusstes Als-ob-Handeln, daher unterscheidet er sich äusserlich in keinster Weise von Hinz und Kunz.
Und dennoch.... ☺

Die postmoderne Philosophie
nun simuliert all die Qualitäten des transpersonalen Bewusstsein mit dem großen Unterschied: sie gipfelt nicht in der Transzendenz, sondern es werden die Ebenen vertauscht, d.h. die höheren QUALITÄTEN werden auf die Weltebene heruntergezerrt und als billige Glaubensartikel verscherbelt. Die QUALITÄT des absoluten SUBJEKT-Bewusstseins mutiert zur Verabsolutierung eines billigen gefühlsduseligen Subjektivismus, der jegliche Verantwortung des Individuums für sich selbst von sich weist und sein Wohl und Wehe allein der Umwelt anlastet und als solche zur Rechenschaft gezogen werden darf.  

Soweit ich informiert bin, hat Derrida, einer der Väter der Postmoderne nicht vergessen, dass bei all dem Dekonstruieren das eigene Ich dekonstruiert werden muss. Dass die Dekonstruktion der Realität - wozu auch die Sprache gehört -  eben gleichzeitig auch die Dekonstruktion des Ich ist. Ein Ich, welches aber nicht bei anderen, sondern bei sich selbst anfangen sollte. Seine Anhänger machen es indes genau umgekehrt: Einerseits wird die Identität einer Menschengruppe, der sie selbst angehören,  derart erschüttert und in frage gestellt, dass ihr nichts anderes übrigbleibt, als überspitzt gesagt Selbstmord zu begehen und andererseits werden diverse  Identitäten erfunden und  buchstäblich hochgezüchtet. Diese "Gespenster" werden nun den Anhängern des guten alten aufgeklärten Weltbildes als neue Realität und progresives Weltbild ins Hirn geschissen
(Der Begriff des Gespenstes ist hier nicht im Marx'schen Sinne zu verstehen, wie Derrida ihn verwendete, sondern in dem Sinn, dass Identität für das transpersonale Bewusstsein gar keine Existenz hat. Das Verhaftetsein mit Identität ist ja gerade das, was den Durchbruch zum absoluten Bewusstsein verhindert.
(Derrida habe ich aufgegeben, den kann man nicht lesen, ohne Marx gelesen zu haben. zudem ist Derrida traumatisch belastet, seine Philosophie läßt sich von daher schon nicht objektiv verstehen.)

Die in der Nachfolge stehenden Vulgär-Postmodernisten nun dekonstruieren jedoch nicht Identität an sich,  sondern werfen nur ein neues Kleid über das Alte, sie "erfinden sich neu", d.h. sie spielen eine Identität, erwarten  aber dennoch allen Ernstes von den Anderen, dass ihr Spiel als iobjektive Wahrheit/Realität akzeptiert wird.  Eine fluide "Identität", die sich stündlich als dieses oder jenes Ich neu erfindet, spielt Theater, Mimikri...wo man spielt, ist man i.d.R. nicht identifiziert mit seiner Rolle. Somit  kann man hier auch gar nicht von Identitäten sprechen, sondern von Rollen, mit denen man sich aber nur kurzfristig identifizieren sollte, andernfalls erleidet man das, was man Realitätsverlust nennt, der sich auf seiner Ebene doch
sehr realistisch gebärdet. . 
(Es ist schon alles ziemlich verrückt und sehr schwierig, darüber einen klaren Kopf zu behalten. LOL.  Identität bedeutet ja doch, mit seinen Eigenschaften und Handlungen identifiziert zu sein und identifiziert zu sein heisst verhaftet zu sein und diesen Klebstoff kann nur ein vertieftes Gewahrsein durch Bewusstmachung  (er-)lösen. Identität ist Unbewusstheit/Ego, im Weltgetriebe ganz praktisch, ansonsten entbehrlich.) 

Die einzig mögliche Art, die ich kenne, ist nicht der Wechsel, sondern die Erweiterung der Identität, die stattfindet, wenn man sich den Tiefenprozessen überläßt bzw. in  Individuationsprozessem dem  Ich seine verdrängten Ich-Aspekte bewusst gemacht und hinzugefügt werden. Wo Es war, soll Ich werden.  Eine Notwendigkeit, die von spirituellen Suchern  (meist Schmerzvermeidern)  leider nicht als solche gesehen wird, ja geradezu als teuflisch betrachtet wird, da sie dem (chritlichen)  Glaubenssatz anhängen, das Ich sei der Teufel, den es auszutreiben gilt. Ein gesundes Ich-Bewusstsein ist aber die Voraussetzung, das Sprungbrett... Deshalb gilt es, die unbewussten  Ich-Aspekte erstmal heim, d.h. ins Bewustsein zu holen,  und sich mit ihnen zu identifizieren und zu integrieren,  um GANZ ICH zu sein und zu werden und auf diese Weise immer mehr das Absolute SUBJEKT-Bewusstsein zu realisieren, Gott, der  letztlich auch ein verdrängter ICH-Aspekt ist. 
Der spirituelle Weg ist ein psychospiritueller Weg. Ohne die Heilung der Psyche resp.Seele  gibt es auch kein geistiges HEIL Das Paradox: Um die Illusion des Egos zu erkennen, muss man seine Realität erst mal anerkennen. Das theoretische Wissen um die Illusion verhindert die geistige Erkenntnis der Illusion.  Weshalb Nichtwissen angesagt ist, was heisst, dass man dieses Wissen vergessen muss und zurück auf  Los geht, zur Basis, dem ganz KONKRETEN  Hier und Jetzt-Sein der Person. Eine andere hast du nicht! Wer Achtsamkeit übt und sein Denken beobachtet, der ist sich schnell bewusst, dass sein theoretisches Wissen nicht die Wirklichkeit ist, sondern ein Gedankenkonstrukt, eine Kopfgeburt ist.
Nun gibt es aber Sucher, die halten auch die konkrete Wirklichkeit für die einzig Wahre und finden darin allerlei Wundersames, an denen sie nicht vorübergehen können,  dabei ist sie auch nur Sprungbrett...  Wobei ich wieder einmal bei den sog. Neuroatheisten bin - eine andere Geschichte... demnächst vielleicht ein bisschen mehr darüber. 
Genug der wilden Assoziationen.


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Simulatio Dei

Die alte Linke und Rechte gibt es nicht mehr, genausowenig die heute viel beschworene Demokratie, in deren Namen der Kampf gegen Rechts gefochten wird und dabei langsam im Orkus verschwindet.  Vor  viele  bislang eindeutig definierten Begriffe  muss man heute ein "sogenannt" schieben oder muss die ihrer ursprünglichen Bedeutung entleerten Begriffe in Anführungszeichen setzen.  Eine apokalyptische Umwertung der Werte, die vom Wahnsinn  einer möglicherweise unsichtbaren anonymen Elite gesteuert wird.  Auch hier zeigt sich wieder die Schattenversion, die Simulation Dei.

Wenn im spirituellen Kontext die Begriffe ihrer Bedeutung entleert werden,  dann verkehrt man sie  gewiss nicht  in ihr krasses Gegenteil, sondern hier  verleiht man ihnen gar KEINE  Bedeutung, weil  der Mind als der Bedeutungsgeber mausetot ist.    Diese Entleerung oder die "Neutralisierung" der Begriffe gründet darauf, dass die Identifizierung mit den Dingen/Begriffen aufgelöst ist.  Wo das Ich   seiner Bedeutung entleert ist, hat sich  ja im gleichen Maß die ganze Welt ihrer entleert. (Ich=Welt). Die Dinge und Begriffe können für das ICH nichts mehr beWIRKEN und vice versa, weil das von Konditionierung befreite Bewusstsein  kein Verlangen mehr nach ihnen hat und auch kaum mehr  andere Emotionen hinsichtlich der Welt generieren kann.  In der Entleerung der Bedeutung der Welt zeigt sich die Welt nicht mehr in ihrem rauschhaften Da-Sein, sondern wird in ihrer So-heit erkannt. Vereinfacht gesagt: ohne Interpretation.

In der  ideologischen Schattenversion der Großen Transformation/Simulatio Dei definiert und interpretiert man das Ich und die Welt einfach nur willkürlich um, man instrumentalisiert die Sprache, um die Welt zu verbessern.
Die Sucher, die glauben, Spiritualität sei links und die Linksgrünen seien spirituell, erkennen nicht, dass  die quasi-religiöse linksgrüne Ideologie für den Einzelnen  keine Individuation vorgesehen hat und von daher weder Heilung/Transformation noch Transzendenzerfahrung möglich macht. Das einzige, was sie bieten können, ist der falsche regressiv-prärationale Ersatz einer ozeanischen Verbundenheit im  kuschligen "Wir"-Gefühl,  das  pseudospirituelle Aufgehen im Kollektiv bzw . in der Unterwerfung unter einen autoritären Herrscher/System.
 Das ist besonders verführerisch für jene, die mit der Existenz, dem sinnlichen Da-Sein des Körpers  identifiziert sind und seelische Verbundenheit mit geistigem Einheitsbewusstsein verwechseln. Um zum spirituellen Ziel  - der letztgültigen Befreiung - zu kommen, muss der Sucher sich dieser Verhaftung bewusst werden.

Nicht zwischen rechts und links, sondern zwischen diesen beiden Bewusstseinsformen - des ideologischen Götzen einerseits, der die Schattenversion der Transformation  nachbildet und  nach der Toderklärung Gottes nunmehr den Humanismus bzw. den Menschen per dekret vergottet - und andererseits den Menschen, die nicht mehr verführbar sind, weil sie eine feste Basis nicht nur im "rechten" Glauben, sondern darüber hinaus auch im transzendenten Sein jenseits von Gut & Böse haben. Zwischen diesen beiden Parteien tobt der sog. Endkampf,zwischen Gut & Böse oder Gott & Teufel. Wie innen so aussen, wie im Individuum so auch im Kollektiv.  (Ontogenese ist Phylogenese!)
Die Entscheidung des Suchers geht also dahin, dass er entweder das ideologische Imitat der falschen Propheten wählt oder das spirituelle Original, welche allein den Menschen "neu" machen kann.
Auf die Kirchen kann man sich in diesem Kontext nicht mehr verlassen, die haben sich schon wieder  dem falschen Propheten an den Hals geworfen, vor dem sie immer  die Christenheit  gewarnt haben, sie haben  mit ihrer Politisierung der Religion  einmal mehr den Himmelsschlüssel versteckt.

Jeder Mensch, der sich für den spirituellen Weg entschieden hat, kommt an diese gefährliche Stelle, wor ihm der Boden unter den Füßen wegbricht, und er gar nicht mehr zu wissen scheint,  was richtig/falsch und was gut und böse ist, da alles bislang Gültige sich in sein  Gegenteil verkehrt - ein heilender Zusammenbruch (des sog. gesunden Menschenverstandes,  der sich angstvoll an sein Weltbild klammert) der am Ende beweist,  dass man recht eigentlich noch gar nicht vom Baum der Erkenntnis von Gut und Böse gegessen hat.  Erst durch Schattenintegration - der Befreiung der verdrängten Gefühle, dem Zulassen  tabuisierter Gedanken und Rücknahme von Projektion  erlangt er zwar langsam, aber immer mehr die "Gabe der Unterscheidung der Geister" zwischen  Richtig-Falsch, Gut-Böse, relative Wahrheit - absolute Wahrheit,  (Unwahr-WAHR), Nondual-dual etc.
Ohne diese Unterscheidungen wird man leicht ein Opfer "Falscher Propheten". Mit dieser Unterscheidungsgabe erkennt man, was das Böse und das Gute wirklich ist: Nämlich alles, was sich  gegen das Leben richtet bzw. dem Leben dient.

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Gesunder Menschenverstand
Gesund wird der Menschenverstand  genannt, der den Alltagskonsensus bedient und den Gesellschaftsvertrag erfüllt, der die Identifizierung mit einem bestimmten Weltbild vorschreibt. Beim Wechsel von einem Weltbild zum anderen muss der Verstand zwangsläufig erkranken. Tut zwar weh, ist aber längst  nicht so tragisch, als wenn er das Wesen des WeltBILDES (oder GottesBILDes) erkennen könnte, was das komplette Aus für sein Ego wäre.  
Daher stammt das gegenwärtige Schlamassel auf der Weltbühne: Die sog. Linke ist voll prä-rational und die sog. Rechte ist voll des gesunden Menschenverstands... Beide sind besoffen. 

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@Allmightymouse
Danke für das Feedback. Schön, dass es zutreffend erscheint. Wenn ich so darüber nachdenke, bin ich mir ja nie sicher, ob das der Wahrheit entspricht, was ich so schreibe, derweil ich NICHT darüber nachdenke.  ☺


PS: Für die Leuteln, die meine anderen Blogs kennen, wird sich im neuen Blog vieles wiederholen. Ich wiederhole an dieser Stelle also nochmal, dass es für mich keine Wiederholungen gibt, da ich immer spontan auf äussere Anlässe reagiere, die oft die selben Fragen aufwerfen, die ich schon x-mal an anderen Stellen beantwortet habe. Ich fühle mich von den scheinbar wiederholten Fragen, welche viele Texte bei mir aufwerfen,  wie auch von meinen Antworten darauf nie gelangweilt. Für mich erscheinen Fragen wie auch Antwort  immer neu, da gibt es kein Zurückschauen auf einstmals Geschriebenes/Erinnertes oder gar Copy & Paste.